• Der DSGVO-Scout

rechts-konformes E-Mail-Marketing


Vielen Unternehmen bereitet die Herausforderung, ihre Datenbestände DSGVO-konform zu machen, Kopfschmerzen. Oft sind sie sich nicht im Klaren, welche der ihnen bekannten E-Mail-Adressen ihrer Kunden und Interessenten sie für E-Mail-Marketing oder Einladungen verwenden können.



1.) Leicht verständliche Einwilligung


Die Einwilligung zur Nutzung von personenbezogenen Daten für Email-Marketing muss klar und einfach formuliert sein und erklären, zu welchem konkreten Zweck die Informationen gebraucht werden. Wenn sie Ihren EmpfängerInnen den Nutzen ihrer künftigen Aussendungen erklären, haben diese einen klaren Überblick, was sie zu erwarten haben und werden ihnen auch eher die Zustimmung erteilen..


2.) Anmeldung nur über Double-Opt-In


Beim Double-Opt-In muss die Person oder ein/e Berechtigte/r der Email-Adresse über einen E-Mail-Aktivierungslink die Anmeldung bzw. das Einverständnis bestätigen. Diese zweite Zustimmung verhindert, dass Dritte unbefugt eine Email-Adresse zu einem Verteiler anmelden.

ACHTUNG: Untätig Bleiben seitens dieser Person gelten nicht als Einwilligung! Und: Im Zuge der Anmeldung ist auch der Hinweis auf das Widerrufsrecht verpflichtend!

Es ist natürlich auch weiterhin möglich, ein schriftliches Einverständnis z.B. am “Point of Sale” oder an einer Rezeption einzuholen.


3.) Achtung, Kopplungsverbot!


Um Personen zur Bekanntgabe von gewünschten personenbezogenen Daten – wie etwa Alter, Adresse oder Geburtsdatum zu bewegen – wurden vor dem Inkrafttreten der DSGVO Angebote und Services – etwa die Teilnahme an Gewinnspielen oder Events – oft an die verpflichtende Bekanntgabe dieser Informationen gebunden. Dies ist laut DSGVO verboten!

  • Im Zuge der Einwilligung müssen Sie nicht nur erklären, zu welchem konkreten Zweck Sie die Email-Adressen verwenden,

  • Sie müssen in der Folge auch darauf achten, dass die personenbezogenen Daten nur für den in der Einwilligung aufgelisteten Verwendungszweck(en) genutzt werden dürfen.

  • Holen Sie die benötigten Einwilligungen für verschiedene Verwendungszwecke separat voneinander ein um den Zweck so konkret als möglich formulieren zu können.

4.) Einwilligungen clever verwalten


Jene Personen, deren Daten Sie nutzen, können ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Um auf diese Löschanfragen rasch reagieren zu können, empfiehlt es sich daher, ein möglichst transparentes Consent-Management-System zu implementieren und zu pflegen.

Das bedeutet, dass jede Einwilligung einer Person in einer Kundendatenbank protokolliert werden muss. Die führenden europäischen Email-Marketing-Anbieter haben dieses Consent-Management in der Regel integriert und bieten somit Rechtssicherheit und DSGVO-konformes Handling der personenbezogenen Daten. Email-Newsletter-Systeme sollten auch ein Blacklisting-Tool integriert haben. Dies verhindert, dass unabsichtlich Adressen neu importiert werden, welche sich bereits abgemeldet haben.


5.) Gekaufte Adressdatenbanken


So manches Unternehmen, das Adressdaten gekauft hat, sorgt sich nun, ob es diese noch nutzen darf? Es kommt darauf an. Nämlich darauf, wo Sie die Daten erworben haben. Bei Gewerbetreibenden in diesem Bereich, wie etwa Adressverlagen oder Direktmarketing-Unternehmen, ist dies üblicherweise kein Problem. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich dafür eine schriftliche Bestätigung des Adressverlags oder des Direktmarketing-Unternehmens ein.


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